Bundesnachwuchssichtung MTB: Eise siegt in Bayreuth, U17 mit Defektpech
Mit einem Sieg von Tobias Eise im Cross-Country-Rennen ist die Bundesnachwuchssichtung 2010 zu Ende gegangen.
Hinter dem Festspielhaus von Bayreuth fand das Finale der Bundesnachwuchssichtung 2010 statt. Auf der früheren Bundesliga-Strecke wurde in den Klassen U15 und U17 die letzten Tagessieger sowie die Gesamtsieger gesucht. Am Samstag standen, bei Dauerregen und kühlen 13 Grad, der Slalom für beide Altersklassen sowie der Trial für die Schüler/Innen auf dem Programm.
Tobias Wagner (TGV Schotten) konnte im Slalom erneut seine Klasse beweisen und fuhr auf dem langen Slalomkurs die viertbeste Zeit seiner Altersklasse. Tobias Eise (TGV Schotten) konnte an seine zuletzt sehr guten Slalomergebnisse nicht anknüpfen und landete nur auf dem 25 Platz. Jannik Friedrich (TGV Schotten) landete auf dem 33. Platz und verfehlte die Punkte denkbar knapp. Im anschließenden Trial zeigte Tobias Eise, dass er den Gesamtsieg in der Nachwuchssichtung trotz missglücktem Slalom noch nicht abgeschrieben hatte. Mit einer glänzenden Leistung sicherte es sich dort den 4. Rang. Jannik Friedrich stellte dort ebenfalls sein Können und Beweis und fuhr den 13. Rang ein. Tobias Wagner konnte dort nicht sein wahres Können zeigen und landete auf Platz 26. In der Tageswertung, anhand derer die Startaufstellung am nächsten Tag vorgenommen wird, reichte es zu den Plätze 11 (Eise), 12 (Wagner) und 22 (Friedrich). Mit diesem Rennen sollte sich die Gesamtwertung entscheiden, auch wenn der Führende, Luca Schwarzbauer, nur noch sehr schwer zu verdrängen war. Tobias Wagner erwischte einen sehr guten Start und reihte sich direkt hinter Schwarzbauer ein. Tobi Eise startete ab Mitte der ersten Runde seine Aufholjagd auf die entwischten Konkurrenten. Und wie er das tat. Am langen Anstieg zu Beginn der zweiten von drei zu fahrenden Runden fuhr er auf Platz 2 vor und noch bevor es in die letzte Runde ging, ging er in Führung. Diese ließ es sich nicht mehr nehmen uns sicherte sich nach 3 zweiten Plätzen (inkl. DM) den Tagessieg und Rang 2 in der Gesamtwertung. Tobi Wagner fuhr nach überstandener Krankheit wieder ein sehr gutes Rennen und war anschließend selbst mit seinem 5. Platz sehr zufrieden. In der Gesamtwertung landete er auf Rang 3. Jannik Friedrich kommt nach seinem schweren Sturz in Kirchzarten mit anschließender Zwangspause wieder in Fahrt und fuhr auf einen guten 25.Platz.
Johanna Menzel und Johannes Stauch (beide TGV Schotten) konnten aufgrund eines Schüleraustauschs nicht an den Start gehen und ihre guten Platzierungen verteidigen.
In der U17 gingen mit Jan-Philipp Ebertz (TV Haiger) und Lutz Staake (RV Rai-Breitenbach) zwei Fahrer aus Hessen als Favoriten in den Slalom. Mit den schweren Bedingungen kamen beide zwar gut zurecht, trotzdem waren an diesem Tag andere Fahrer einfach schneller. So reichte es für Jan-Philipp zu Rang 9, Lutz Staake wurde Elfter. Tobias Bremser (RSC Wiesbaden), der nach dem ersten Durchgang noch gut lag, stürzte im zweiten Durchgang und kam am Ende nicht über Rang 17 hinaus. Bernard Moufang wurde in der Addition beider Läufe 25ter und Sebastian Schneider (beide TGV Schotten) 46ter. Pech hatte Mirko Jurik, der einen Fahrer überholte, dann jedoch die falsche Zeit zugeteilt bekam. Da im Ziel nicht, wie sonst üblich, die Zeiten bekanntgegeben wurden, fiel der Fehler zu spät auf, als das noch Einspruch eingelegt werden konnte. So wurde er nur auf Rang 38 gewertet. Im Cross-Country-Rennen hatte dann Tobias Bremser mal wieder besonders viel Pech. In der Spitzengruppe fahrend holte ihn zum wiederholten Male der Defektteufel ein. Nach der Reparatur startete er seine Aufholjagd von weit hinten und wurde noch Elfter. Jan-Philipp Ebertz lang auf Rang 14, als ihn Schaltprobleme weit zurückwarfen. Am Ende belegte er Rang 23. Bernard Moufang zeigte, dass seine Formkurve nach oben zeigt und erreichte das Ziel nach einem sehr guten Rennen auf Platz 19. Mirko Jurik fuhr von seinem schlechten Startplatz konstant nach vorne und erreichte das Ziel auf Platz 22. Lutz Staake verpokerte sich bei der Reifenwahl und wurde am Ende auf Platz 30 gewertet. Sebastian Schneider erreichte das Ziel auf Rang 30 und ergatterte so den letzten Punkt.
Marlene Reiber (TGV Schotten), die fahrtechnisch zu den stärksten Fahrerinnen ihrer Klasse zählt, stürzte in beiden Slalomläufen und wurde trotzdem noch fünfte. Besser machte es Lisa Schaub (RSC Wiesbaden), die im ersten Durchgang Bestzeit fuhr und insgesamt Rang 2 belegte. Im Cross-Country-Rennen fiel Lisa Schaub ein auf Rang 5 zurück, doch mit einer fulminanten Schlussrunde sicherte sie sich noch Platz 3. Marlene Reiber beendete das Rennen mit Rang 9 ebenfalls noch in den Top 10.