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Nachrichten

Junioren WM in Mexiko


01.08.2007

Lena Köckerling von der RSG Buchenau ist im BDR-Aufgebot zur Junioren-Rad-WM in Mexiko. Einige Eindrücke wird sie auf der HRV-Homepage schildern.

Anreise nach Aguascalientes

Am Dienstag, den 24.Juli 2007 ging es los Richtung Mexiko. Um 11:30 Uhr war Treffen am Flughafen Frankfurt angesagt. Gut 20 Sportler plus Trainer; Physiotherapeuten, Ärzte und Mechaniker erwarteten mich mit insgesamt über 50 Radkoffern. Um halb drei ging es dann erstmal für fast 12 Stunde in die Luft, dann Umsteigen in Mexico City und noch mal eine Dreiviertelstunde Flug nach Aguascalientes, wo es kräftig am regnen war. Dort mussten wir dann noch mal zweieinhalb Stunden auf den Bus warten. Nachdem wir noch an der Bahn die Räder abgeladen hatten waren wir um halb drei morgens (Ortszeit, in Deutschland plus sieben Stunden) endlich im Hotelzimmer. Am nächsten Morgen war dann erstmal ein mexikanisches Frühstück angesagt (anders, aber das war ja zu erwarten…). Die Mexikaner scheinen den Tag schon morgens mit Gerichten anzufangen, die wir vom Mittagessen her kennen. Wie auch sonst muss man hier beim Essen immer aufpassen – die Faustregel lautet: „Nichts essen oder trinken, das mit Leitungswasser in Berührung gekommen sein könnte und nicht abgekocht ist. Dann war das „Rad-Puzzle“ zu bewältigen (was zum Glück auch ganz schnell ging) und nachmittags gut 50km KB zur ersten Akklimatisierung. Wie erwartet geht der Puls hier ein bisschen schneller in die Höhe als daheim, aber wirklich stören tut einen die Höhe weniger. Zur Sicherheit habe ich jedoch vom begleitenden Arzt noch eine PC-taugliche und auswertbare Pulsuhr bekommen. Bei glücklicherweise trockenem und einigermaßen warmem Wetter haben wir also Mexikos Highways unsicher gemacht. Naja, die Straßen waren nicht immer die besten, gespickt mit Schlaglöchern, Temposchwellen und Sackgassen, aber es gab auch schöne Dinge zu sehen. Bilderbuch-Mexikaner und deren Zöglinge, die der Nationalmannschaft zujubeln (vor allem bei den Kleinen teilweise echt niedlich), freilaufende Pferde und Hunde, die einen begleiten und alte Trucks, die in Richtung von Städten wie „Jesus Maria“ (echt wahr!) unterwegs sind runden den Verkehr wieder ab. Die nächsten Tage werden wahrscheinlich eher ruhig gestaltet, bis sich alle einigermaßen eingewöhnt haben. Ansonsten wird man hier rundum versorgt – von Getränken über Massage bis hin zu Basica und anderen Ergänzungsmitteln.Da ich jetzt in der Hotel-Lobby einen Platzt mit W-LAN-Internetverbindung gefunden habe kann ich hoffentlich weiterhin ab und zu eine kleine Berichterstattung an euch Daheimgebliebene schicken.

Warten auf den Wettkampf

…So langsam wird’s ernst!Jetzt bleiben mir also noch fünf Tage bis zum Wettkampf. Glücklicherweise hält sich die Aufregung bei mir noch in Grenzen, sodass ich mich in aller Ruhe aufs Zeitfahren vorbereiten kann.Seit Dienstag sind die Straßen-Mädels, unsere Physiotherapeutin, Arzt und Mechaniker hier. Aber vor allem auch der Frauen-Bundestrainer, Jochen Dornbusch. Mit ihm habe ich in den letzten beiden Tagen fleißig Vorbereitungen getroffen. Von Gesprächen über die Entscheidung zwischen BDR- oder eigenem Zeitfahrrad bis hin zur Optimierung der Sitzposition (letztendlich doch auf dem eigenen Rad) ist soweit alles geklärt. Und natürlich spiegelt sich die Wettkampfnähe jetzt auch im Training wieder. In den letzten Tagen war der Trainingsablauf stets ähnlich aufgebaut: Nach dem Warmfahren ein 5km-EB, dann 30-40km Motortraining (bei Tempo 65 mit Junioren-Übersetzung lockert das die Beine merklich! ;-)), wieder 5km EB – und zurück wieder hinterm Auto. Heute lasse ich noch mal ein wenig Ruhe anklingen, ab morgen wird dann wieder härter trainiert.Beim heutigen KB hatten wir dann eine nette Begleiterin (und natürlich aber auch Rivalin ;-)) aus Neuseeland dabei. Ich habe die Chance gleich genutzt und in der ersten halben Stunde mein Englisch mal ein bisschen aufgebessert .Ab morgen beginnt für die Bahnfahrer dann bereits der Ernst des Lebens, da deren Wettkämpfe den Auftakt des WM-Programms darstellen – da kann ich nur viel Glück wünschen! Ich meinerseits hoffe bis Donnerstag auf ein paar letzte Tage, die (mental) ruhig, gesund und unfallfrei verlaufen (heute hat einer unserer Straßenfahrer bereits etwas ausführlichere Bekanntschaft mit dem mexikanischen Teer geschlossen…).